China setzt verstärkt auf erneuerbare Energiequellen, auch da die Preise für Kohle und Uran schwanken. Im Meer vor der chinesischen Küste sollen in Kürze gewaltige Offshore-Windparks entstehen. Auch deutsche Offshore-Unternehmen und Reedereien werden davon profitieren.

Mega-Windpark vor Chinas Küste für umgerechnet 2,4 Mrd. Euro geplant
Die staatliche Zeitung "China Daily" berichtet, dass die Anlagen eine Gesamtleistung von rund 1000 Megawatt haben werden. Die größten chinesischen Energiekonzerne Huaneng, Huadien, Datang und Guangdong Nuclear Power stehen in Verhandlungen für eine Beteiligung an diesem Mega-Vorhaben. Das Auftragsvolumen liegt bei stolzen 2,4 Mrd. Euro. Bislang nutzt China lediglich einen Offshore-Windpark mit einer Leistung von 100 Megawatt vor der Küste von Schanghai. Aktuell deckt China seinen Energiebedarf mit bis zu 70 Prozent durch Kohle. Der Anteil erneuerbarer Energieträger im Strombereich soll jedoch bis 2020 auf 15 Prozent steigen.
Das Pilotprojekt in Deutschland "Alpha Ventus" vor der Insel Borkum hat lediglich eine Leistung von 60 Megawatt. In Deutschland soll durch Windkraftanlagen auf See bis 2030 eine Leistung von 25.000 Megawatt erreicht werden. Das Mega-Vorhaben in China könnte neben anderen internationalen Investitionsobjekten zusätzliche Folgeaufträge nach sich ziehen - für Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand und auch für Frachtunternehmen.
Quelle: n-tv am 7.9.2010, Bildquelle: Emissionsprospekt MS "Bentumersiel"



